Schlafstörungen: Ursachen

Ursachen für Schlafstörungen Ungünstige Schlafgewohnheiten und Stress sind häufige Ursachen.

Stress, ungünstige Schlafgewohnheiten, koffeinhaltige Getränke am Abend − Schlafstörungen können vielfältige Ursachen haben. Wenn Probleme beim Ein- und Durchschlafen öfters auftreten und die Betroffenen eine negative Erwartungshaltung („Ich kann doch sowieso nicht schlafen“) entwickeln, kann sich die Schlaflosigkeit auch leicht verselbständigen und zum Dauerthema werden. Gut zu wissen: Mit zunehmendem Alter sinkt die körpereigene Produktion des Schlafhormons Melatonin – daher treten Schlafstörungen besonders häufig bei älteren Menschen auf.

Schlafstörungen: Ursachen im Überblick

Zahlreiche Faktoren können den Schlaf stören – dabei können sowohl äußere Einflüsse (z. B. Lärm) als auch innere Einflüsse (z. B. Stress) sowie ungünstige Schlafgewohnheiten oder Erkrankungen Schlafprobleme auslösen. Oft wirken auch verschiedene „Schlafräuber“ zusammen. Besonders fatal: Wenn es immer wieder zu Schlafstörungen kommt, trainieren sich Betroffene oft ganz unbewusst ungeeignete Verhaltensweisen an, die zu einer Verselbständigung und Chronifizierung der Beschwerden beitragen können – dann gerät ein Teufelskreis aus Schlaflosigkeit und Frustration in Gang, der oft nur schwer und mit viel Disziplin zu durchbrechen ist. Umso wichtiger ist es, Schlafprobleme nicht einfach hinzunehmen, sondern frühzeitig die Ursachen zu ermitteln und eine geeignete Behandlung einzuleiten. Ein Arztbesuch kann hier hilfreich sein.

Schlafstörungen: Äußere Einflüsse

  • Licht (z. B. Straßenlaterne vor dem Schlafzimmerfenster, Helligkeit am frühen Morgen durch nicht ausreichende Abdunkelung des Schlafzimmers)
  • Lärm (z. B. Schnarchen des Partners)
  • Zu warme Zimmertemperatur
  • Alkohol (erleichtert zwar das Einschlafen, kann aber zu Durchschlafstörungen führen)
  • Koffeinhaltige Getränke wie z. B. Kaffee, Schwarztee, Cola
  • Bestimmte Medikamente (z. B. bestimmte Antidepressiva, Schilddrüsenhormone, Betablocker)

Schlafstörungen: Innere Einflüsse

  • Psyche:
    • Aufregung oder Stress im Rahmen von bevorstehenden Ereignissen (z. B. Prüfung, Reise, Operation)
    • Besondere Belastungen (z. B. Jobwechsel, Todesfall, Scheidung, Arbeitslosigkeit)
    • Berufliche oder private Konflikte
    • Nächtliches Wälzen von Problemen
    • Psychische Erkrankungen (z. B. Depression)
  • Lebensalter: Mit fortschreitendem Alter nimmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin ab, sodass ältere Menschen besonders häufig unter Schlafstörungen leiden.
  • Genetische Vorbelastung

Schlafstörungen: Schlafgewohnheiten

  • Unregelmäßige Schlafzeiten (z. B. Jetlag, Schichtarbeit, langes Ausschlafen am Wochenende)
  • Mittagsschlaf
  • Zu lange Schlafzeiten

Schlafstörungen: Weitere Ursachen

  • Organische Ursachen: z. B. neurologische Erkrankungen (Restless Leg Syndrom), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Krebs
  • Genetisch bedingte Anfälligkeit für Schlafstörungen
Wichtig: Bei bestimmten Formen der Schlafstörungen können organische Ursachen, Erkrankungen oder bestimmte schlafbezogene Störungen (z. B. Schlafapnoe, Restless-Leg-Syndrom) zugrunde liegen. In diesen Fällen ist eine gesonderte Behandlung erforderlich.
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