Schlafmangel: Folgen für die Gesundheit

Folgen für die Gesundheit Zu wenig Schlaf: Folgen für die Gesundheit sind beträchtlich.

Im Schlaf erholen sich Körper und Geist: Während der nächtlichen Regenerationsphase erneuern sich die Zellen, der Stoffwechsel wird reguliert, das Immunsystem stellt sich neu auf und im Gehirn läuft die Informationsverarbeitung auf Hochtouren. Wie wichtig gesunder und erholsamer Schlaf ist, merkt man oft erst dann, wenn er fehlt. Und auf Dauer kann zu wenig Schlaf ernsthaft krank machen.

Wie viel Schlaf braucht der Mensch?

Wie viel Schlaf brauche ich? Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Die einen fühlen sich nach fünf Stunden schon gut erholt, während die anderen neun oder mehr Stunden Schlaf brauchen. Die meisten Menschen kommen allerdings mit sieben bis acht Stunden Schlaf aus.

Welche Funktionen hat der Schlaf?

Lange Zeit ging man davon aus, dass der Schlaf keine besondere Aufgabe hat – er galt als ein passiver, dem Tod ähnlicher Zustand. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts erkannte die Wissenschaft nach und nach wichtige Prozesse, die im Rahmen unserer Nachtruhe ablaufen. Auch wenn bis heute noch viele Fragen rund um das Thema Schlaf offen sind, so weiß man doch heute aus der schlafmedizinischen Forschung, dass er für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden unverzichtbar ist und Schlafentzug auf lange Sicht sogar zum Tode führen kann.

Im Schlaf...
... erneuern sich die Zellen
...reguliert sich der Stoffwechsel
...stärkt sich das Immunsystem
...verarbeitet das Gehirn Informationen, sodass Erinnerungen gebildet werden
Guter Schlaf ist demnach nicht nur wichtig, um unsere Leistungsfähigkeit zu bewahren, sondern dient auch dazu, frühzeitige körperliche und geistige Alterungsprozesse zu vermeiden. Auch speziell für unser Gehirn ist gesunder Schlaf unerlässlich. Man kann also durchaus sagen, dass guter Schlaf unser körpereigenes, natürliches Anti-Aging-Programm ist.

Folgen von Schlafmangel

Schon nach einer einzigen durchwachten Nacht fühlt man sich schlapp, lustlos und kann sich nur schlecht konzentrieren. Typisch ist auch, dass man mehr Hunger hat, vor allem auf Fettes oder Süßes. Wer permanent schlecht oder zu wenig schläft, muss mit ernsten Folgen für die Gesundheit rechnen. Denn sowohl der Körper als auch die Psyche leiden, wenn die wichtige Regenrationsphase in der Nacht zu kurz kommt.

Schlafmangel: Auswirkungen auf körperlicher Ebene

Auf körperlicher Ebene kann sich Schlafmangel zum Beispiel folgendermaßen auswirken:

  • Kopfschmerzen
  • Stoffwechselstörungen
  • Erhöhte Blutzuckerwerte
  • Gewichtszunahme
  • Bluthochdruck
  • Infektanfälligkeit
  • Frühzeitige Alterung der Haut

Schlafmangel: Auswirkungen auf psychischer Ebene

Auf psychischer Ebene kann sich Schlafmangel zum Beispiel folgendermaßen auswirken:

  • Müdigkeit und Erschöpfung am Tag
  • Konzentrationsabfall
  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • Reizbarkeit, Empfindlichkeit
  • Antriebsmangel
  • Aggressivität
  • Stressanfälligkeit

Bei andauernden Schlafstörungen wird eine frühzeitige Alterung sowohl auf körperlicher als auch auf geistiger Ebene begünstigt und es kann zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Hirnleistung kommen.
Zudem steigt das Risiko für Übergewicht, riskantes Suchtverhalten und verschiedene Erkrankungen wie zum Beispiel:

  • Depression
  • Herzerkrankungen
  • Diabetes
  • Alzheimer-Demenz
Wichtig: Bei andauernden Schlafstörungen sollten Sie die Ursachen von einem Arzt abklären lassen.
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