Schlafstörungen & Hirnleistung

Folgen für die HirnleistungSchlafmangel kann die Hirnleistung beeinträchtigen.

Schlaf spielt eine zentrale Rolle für unsere kognitive Leistungsfähigkeit – das bekommen wir oft schon nach einer durchwachten Nacht zu spüren: Es geht einem einfach nichts von der Hand, die alltäglichen Aufgaben sind nur mit großer Mühe zu bewältigen. Vor allem bei länger andauernden Schlafproblemen kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit kommen.

Gesunder Schlaf ist wichtig für die Hirnfunktionen

Erholsamer Schlaf und ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass unser Gehirn sich erholt und leistungsfähig bleibt. Während wir schlafen, „sortiert“ unser Gehirn zudem die neuen Informationen und löscht Überflüssiges – so können sich Erinnerungen festigen und es bilden sich neue Verknüpfungen. Fachleute bezeichnen diesen Prozess als Konsolidierung von Gedächtnisinhalten.

Schlafstörungen beeinträchtigen die Hirnleistung

Bleiben Schlafstörungen bzw. ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus länger bestehen, leidet insbesondere auch die geistige Leistungsfähigkeit: Konzentration und Aufmerksamkeit lassen nach, ebenso die Fähigkeit, sich Dinge zu merken. Neuere Studien deuten darauf hin, dass anhaltende Schlafstörungen sogar zur Entwicklung von Alzheimer-Demenz beitragen können.

Schlafstörungen im Alter

Vor allem ältere Menschen klagen häufig über Schlafstörungen. Oft liegt die Ursache darin begründet, dass die Produktion des körpereigenen Schlafhormons Melatonin mit zunehmendem Alter nachlässt und dadurch die „innere Uhr“ aus dem Takt gerät. Auf diese Weise wird nicht nur der natürliche Schlaf-Wach-Rhythmus gestört, sondern auch der Wechsel zwischen Tiefschlaf- und Traumphasen. Die Folge: Körper und Gehirn können sich nicht optimal erholen – und das kann schwerwiegende Folgen haben. Auf lange Sicht kann es neben körperlichen Veränderungen wie Gewichtszunahme, Stoffwechselstörungen und Bluthochdruck auch zu verschiedenen psychischen Problemen und einer reduzierten Gedächtnisleistung kommen. Letzteres kann sich vor allem bei Menschen, die durch Vorerkrankungen oder eine familiäre Vorbelastung ein erhöhtes Demenz-Risiko haben, besonders gravierend auswirken.

Gut zu wissen: Bei Alzheimer-Patienten wird besonders oft ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus beobachtet: Typisch ist, dass der Nachtschlaf mehr und mehr zu kleineren Schlafepisoden zerfällt oder die Betroffenen nachts wach sind und tagsüber in eine Art Dämmerzustand verfallen. Derartige Schlafstörungen können die Beschwerden verschlimmern und auch ein rascheres Fortschreiten der Erkrankung begünstigen. Mehr erfahren
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